Dies & DasHundebloghaus

Ein (Hunde-)Bloggeralltag – gibt´s da auch Geld für?

Daniela15 comments1445 views

Mein Bloggeralltag im Hundebloghaus.
Vorsicht!
Beitrag enthält drastisch ungeschöntes Bildmaterial 😉 !
Heute gibt es mal einen so gaaaanz anderen Beitrag von mir, denn ich werde ganz oft gefragt, wie man denn als Blogger so arbeitet und ob man da auch Geld für bekommt.
Da kam mir die Blogparade gerade recht, zu der mich Stephie von The Pell Mell Pack eingeladen hat, denn genau darum geht es in der Fragestellung.
Unter der Bezeichnung “Wie bloggst Du?” soll man beschreiben, wie man als Blogger so bloggt und das schafft die Möglichkeit, seine Leser einen Blick hinter die Kulissen werfen zu lassen.
Und genau DAS machen wir heute auch gemeinsam.

Wie ich blogge

Bloggen ist kein Ausbildungsberuf und es gibt keine staatliche Prüfung dafür, geschweige denn eine Instanz, die das Ganze Geschreibsel von uns Bloggern überwacht.
Als ich damals vor zwei Jahren mit dem Bloggen anfing, hatte ich lediglich eine grobe  Vorstellung worüber ich schreiben will, heute ist das schon konkreter.

Ich blogge durch die vielen DIY-Beiträge so, dass meine Artikel auch die breite Masse ansprechen und ich dadurch, z.B. über Nebensätze, eigene Artikel oder Links, für schwierige Themen sensibilisieren kann.

Meine Geschreibsel bietet einen Mix aus kreativen DIY-Ideen und Mehrwert. Das trifft tatsächlich einen Nerv und ich erfreue mich im Zuge dessen, über eine große Leserschaft und kann auf wichtige Themen hinweisen, wie z.B. auf Probleme in der Hundezucht.
Das ist auch mein persönliches Ziel mit diesem Blog.
Hier und auf Facebook.

Eine Leserschaft zu generieren, ist leider kein Zufall, dahinter steckt eine gehörige Menge Arbeit, was ich weiter unten noch detailierter versuchen werde aufzudröseln.
Doch zuerst schauen wir mal, wie so ein Artikel entsteht in meinem Bloggeralltag.

Wo ich blogge

Gut, dass die Jungs nicht quatschen können, sonst wäre wohl schon oft ein Kommentar gefallen, wie:

Dass Du hier überhaupt etwas findest!

Psychologisch bedeutet mein Schreibtisch, ich bin flexibel und vielseitig interessiert, optisch ist er wirklich ein Chaos, denn ich nutze ihn lediglich als Ablage für allerlei Krams, der eines Tages mal zum Einsatz kommt.
PS: der ist hier bereits 20 min. lang aufgeräumt worden 😉


Die Ecke ist echt dunkel, deswegen bin ich auf den Esstisch zum Schreiben und zum Photografieren angewiesen, denn das ist leider einer von nur zwei Orten im Haus, an dem das Licht ansatzweise geeignet genug ist.
Wenn ich also arbeite, sieht das wie folgt aus und das führt uns auch gleich schon zum nächsten Punkt

Mein Bloggeralltag

Ist kaum strukturiert, dafür hab´ ich einfach zuviel außenrum zu tun!
Aber wenn ich dann mal anfange einen Beitrag zu starten, dann bin ich voll bei der Sache.

Aus so einem Set-Kuddelmuddel, kommt nach durchschnittlich 30 Photos, eines für Facebook heraus, eines als Titelbild für den Blog, eines für Pinterest und eines für Instagram.
In jedem einzelnen Netzwerk müssen ganz spezielle Formate, Einstellungen und Farbgebungen beachtet werden (haben Socialmedia-Psychologen rausgefunden, da halt ich mich als alter Perfektionist natürlich dran) und es werden somit noch Accessoires weggenommen, hinzugegeben, Schriften und Grafiken gebastelt und da gehen locker mal 5 Stunden ins Land für den Spaß.
Allein für einen Artikel…und das ist nur das aktive gestalten.
Die Hauptarbeit liegt ja leider wo ganz anders.

Bloggeralltag

Ein typisches Beitragsbild für den Blog hier sieht nach der Bearbeitung dann zum Beispiel so aus:


Vom Chaos ist hier nix mehr zu sehen. So ist das bei uns Bloggern. Alles sieht immer unfassbar aufgeräumt aus im Bloggeralltag auf der Homepage.

Für meine Keksrezepte läuft das ähnlich ab, auch hier herrscht das pure Chaos vor Ort.

Bloggeralltag

Auf den endgültigen Bildern, sieht man davon nichts mehr. Geschönt, aufpoliert, feinabgestimmt auf die Social-Media Kanäle und es vermittelt den Anschein, als wäre ich die ordentlichste Hundekeksbäckerin auf Gottes weiter Erde *lach*.

Bloggeralltag

Normalerweise nutzt man als Blogger btw meist ein kleines Photostudio. Da war ich bisher zu geizig für, deswegen mache ich die Lichtschatten momentan noch manuell weg mit halsbrecherischen Verrenkungen und meinem DINA4 Heftordner (s.oben).
Die Jungs sind auch immer mit dabei, nur auf den Beitragsbildern sieht man die beiden nie.

Bloggeralltag

Deswegen mache ich manchmal noch extra Bilder mit den Zweien, auch immer abgestimmt auf die jeweiligen Social Media Kanäle (hier Facebook).

Bloggeralltag
…und dann gibt es da ja noch all die Aufgaben, die man nebenbei erledigen muss im Bloggeralltag, wenn man “gesehen” werden will, wie es so schön heißt.

Was macht man denn jetzt genau als Blogger?

Das kommt ein wenig darauf an, was man mit dem Bloggen erreichen will, das ist bei jedem sicher ein wenig anders, aber bei den meisten geht es früh los und es beinhaltet meist sehr, sehr viele Punkte von der unten stehenden Aufzählung.

6.30 Uhr in Deutschland

Um kurz vor halbsieben klingelt mein Hauptarbeitsplatz und mein Bloggeralltag beginnt.
Mein Handy weckt mich, um mich den Traffic der Nacht checken zu lassen und um auf die Fragen und Kommentare meiner Leser einzugehen – zumindest am Wochenende.
Unter der Woche war ich um die Zeit schon längst mit den Jungs draußen und sitze geduscht wieder zu Hause, denn ich habe ja noch einen anderen Job hauptberuflich zu machen.

Facebook, Instagram, Pinterest, Diverses

Weiter geht es den Tag/die Woche/den Monat über mit:

  • Recherchen
  • Social Media Kanäle bestücken (täglich mehrmals, vieles lässt sich aber zur Arbeitserleichterung vorab planen)
  • Kommunikation in Social Media Kanälen
  • Beiträge photographieren oder Videos für Facebook drehen
  • Grafiken und Fotos bearbeiten
  • Texte schreiben
  • Beiträge redigieren (noch mal drübergucken, bevor sie online gehen)
  • Mein Blog pflegen bezüglich Technik, Updates, Backups, Plugins …
  • Suchmaschinenoptimierung (Google)
  • Kommentare beantworten
  • E-Mails beantworten (wird von mir leider sträflich vernachlässigt)
  • Statistiken auswerten und Schlüsse daraus ziehen
  • Kooperations-/Werbeanfragen beantworten
  • Andere Blogger “beobachten”
  • Eigene Produkte entwickeln und vermarkten
    (dafür hab ich mittlerweile 2 weitere Blogs aufgebaut, das strebe ich für 2018 an)
  • Fachartikel und Nachrichten lesen, um auf dem Laufenden zu bleiben
  • Eigeninitiativ tätig werden im Marketing (läuft Dank meinem Ranking bei Google mittlerweile von allein und erleichtert mir so einiges)

…und was ist mit Geld verdienen?

Ob ich Geld verdiene?

Sagen wir mal so. Wenn ich die Kooperationsanfragen annehmen würde, die ich nach teils harter Verhandlung ausdiskutiert habe (man muss schließlich seinen Marktwert kennen als eine der Top3 Hundebloggerinnnen), dann könnte ich mit dem Blog pro Auftrag 150,- bis 450,- Euro verdienen.
Das mache ich aber nicht, denn in 95% aller Fälle, stehe ich nicht hinter dem Konzept des Produktes, passen mir die Konditionen des Angebotes nicht oder die Qualität des Produktes das ich bewerben soll, lässt in irgendeiner Form zu wünschen übrig.
Ganz zu schweigen von den oftmals unverschämten Anfragen der Unternehmen.

Lange Rede, kurzer Sinn. Die meisten Angebote möchte ich nicht annehmen und somit lässt sich für mich persönlich nicht wirklich das große Geld über Produkttests verdienen. Eher über Photoverkäufe aus meinen geschriebenen Artikeln (wie z.B. mein selbstgemachtes Hundefutter hier) und andere Kleinigkeiten.

Hauptberuflich möchte ich es nicht machen, denn dann müsste ich ALLES vorstellen, auch den Mist.

Die Antwort auf die Frage lautet für diesen Blog also: “Jein”.

Das hier ist mein Hobby, meine Leidenschaft, mein Herzblut…da bewerbe ich aktuell nur Menschen die mir sympathisch sind und auch nur Sachen, die ich für wertvoll erachte.
Außerdem bin ich eher der Machertyp.

Deswegen habe ich noch zwei andere Blogs gestartet, über die ich ab Sommer 2018 tatsächlich Geld verdienen möchte.
Mein “zurück-zur-Natur” Naturblog heißt NATURZAUBERKASTEN und dort dreht sich alles um Waldpädagogik im weitesten Sinne, auch mit DIY´s.
Mein Sachverständigenblog BAUMKONTROLLE IM NETZ generiert hoffentlich ab Sommer 2018 Gutachten-Aufträge, aktuell bin ich jedoch bei beiden Blogs noch in der Design- bzw. Aufbauphase, aber wer schon mal gucken mag, kann das sehr gerne machen.

One day…

Irgendwann werde ich eventuell auch hier eine Idee entwickeln, mit der ich über den Verkauf von “Produkt X” Geld verdienen kann.
Bis dahin hoffe ich einfach, noch mehr Leser für meine Ideen begeistern zu können, als die ca. 20.000 monatlich hier auch der Homepage, die 5000 Pinterestaufrufe pro Tag und die Reichweite von 10.000 – 20.000 Lesern auf Facebook täglich (nur um auch noch bißchen Statistik reinzubringen).
Als erfolgreicher Fashionblogger hat man übrigens ganz, ganz andere Zahlen und kann somit auch richtig Schotter mit dem Bloggen verdienen.

So, jetzt hab´ich ganz schön viel erzählt…

Ich hoffe Dir hat der kleine Einblick in meinen Bloggeralltag gefallen…Bloggen ist tatsächlich umfangreicher als es aussieht, oder?
Hast Du auch schonmal übers Bloggen nachgedacht, oder bloggst Du bereits?
Was ist/wäre dein persönliches Ziel?
Ich würde mich freuen, davon zu lesen in den Kommentaren.

Liebe Grüße
Danni &  die Jungs