Rezepte

Hundefutter selber machen und einkochen

Daniela16 comments4797 views

Hundefutter selber machen und dann sogar noch haltbar machen – das ist unser Thema heute.

Einkochen ist wohl jedem noch bekannt, oder?
Unser Keller war früher das Jahr hindurch gefüllt mit den leckersten Früchten und Marmeladen die der zurückliegende Sommer beschert hatte.
Als ich noch ganz klein war, haben wir auch immer Schmalz und Wurst vom Nachbarbauernhof eingemacht. Früher war es DAS Mittel der Wahl, um Lebensmittel über einen längeren Zeitraum aufzubewahren und sie genießen zu können, auch wenn gerade keine Saison war.

Durch die Globalisierung ist dieses alte Kulturgut heutzutage leider etwas ins Hintertreffen geraten und wird oft nur noch zum Leben erweckt, wenn es gerade mal wieder „in“ ist, sich auf das Ursprüngliche zu besinnen. Meine Mama, macht mir tatsächlich oft selbstgemachten Gelee und als ich dann kürzlich noch ein Seminar im Internet sah „Hundefutter selber einkochen“ war klar, das müssen wir zusammen ausprobieren.

Warum sollte man sich Hundefutter selber machen?

Meine beiden ersten Setter York und Flynn hatten eine ganze Menge Futterunverträglichkeiten. Damals wurde hier gebarft (also roh ernährt). Ganze 10 Jahre lang habe ich das gemacht und es ist für mich auch immer noch die gesündeste Art seinen Hund zu ernähren (obwohl wir hier mittlerweile zu ABAM und kaltgepresstem TroFu übergegangen sind).
Vor allem wenn Krankheiten, Allergien, altersbedingte Wehwehchen und andere Aspekte vorliegen die es nötig machen, die Nahrung für seinen Hund anzupassen –  kann selbstgekochtes Hundefutter eine Stütze für den Hundeorganismus sein, da ich hier alle Bestandteile selber in der Hand habe und weiß, was alles verwendet wurde.

Barfen für meine Allergiker war vor allen Dingen immer eine Riesenherausforderung im Urlaub, denn damals hatte man noch nicht die Auswahl wie heute, wenn es um Barfalternativen ging.
Im Überblick gibt es also reichlich Gründe sich für seinen Wauz vor den Herd zu stellen.

  • für Hundesenioren: gekochtes Futter ist leicht bekömmlich und leicht verdaulich. Im Gegensatz zur Rohfütterung muss man hier nicht mit Keimen rechnen, die gerade im Sommer manchmal in Barffleisch lauern können. Als Flynn krank wurde, hatte ich hier zwei Mal den Fall und seitdem entschied ich mich bei ihm komplett dafür zu Kochen, denn bei erkrankten Hunden gilt es so etwas unter allen Umständen zu verhindern.
    Zudem bringt das Alter bestimmte Zipperlein mit sich und diesen kann man sehr gut mit den geeigneten Lebensmitteln und Zusätzen im Futter entgegenwirken.
  • für Allergiker: mit der wichtigste Grund ist wohl, dass selbstgemachtes Futter keinerlei chemische Zusatzstoffe enthält und Du genau weißt, was enthalten ist. Es gibt kaum ein Hundefutter auf dem Markt, das diesen Anspruch erfüllt und wenn dann widerspricht einem eventuell die Unternehmensphilosophie oder das Futter ist schlichtweg zu teuer.

  • für kranke Hunde: mit Hilfe von Lebensmitteln lassen sich viele Vorgänge im Körper unterstützen, beschleunigen, vorbeugen oder auch verlangsamen.
    Ob leberunterstützend, antibakteriell wirkend, entgiftend, entwässernd – es gibt für ALLES das richtige Lebensmittel. Flynn hatte eine Leberdiät und York hatte im Alter ebenfalls einen speziellen Speiseplan.Die 30,- Euro tun eventuell nicht groß weh. Es lohnt sich, definitiv!

Mit dem Artikel heute richte ich mich gezielt an drei ganz andere Gruppen, denn hier ist das haltbare Hundefutter, definitiv einen kleinen Einsatz hinterm Herd wert.

Selbstgemachtes Hundefutter…

  • für Barfer: man hat eine Reserve, falls die Fleischlieferung zu spät kommt, wenn man mal vergessen hat aufzutauen, oder die Gefriertruhe an ihre Kapazitäten kommt.
    Dann sind so ein paar Reservedosen Gold wert.
    Oder auch wenn der Hund von Jemand Fremden übers Wochenende betreut wird und dieser keine Ahnung von Futterrationen hat oder nicht mit rohem Fleisch hantieren möchte.
  • als Mitbringsel: Ich finde das ist eine ganz bezaubernde Geschenk-Idee ♥ , ich habe immer ein paar Dosen als Wertschätzung auf Vorrat.
  • für den Kurzurlaub: Eine wahre Erleichterung sich nicht ständig mit Frischfleisch versorgen zu müssen! Gerade für den Campingurlaub ohne Kühlschrank ein Traum.

Drei Rezepte für selbstgemachtes Hundefutter

Ein toller Mix mit vielen Bestandteilen die unterstützend wirken, sind in unserem ersten Topf.
Der Fenchel zum Beispiel ist mein absoluter Geheimtip, da er den Magen beruhigt, bei Blähungen hilft und einen sehr hohen Gehalt an Vitamin C aufweist. Leider wird er nicht von jedem Hund gerne genommen, was aber durch das Abkochen meist kein Problem mehr ist, denn dadurch ist der Geruch nicht mehr so prägnant.

Ich habe bei zwei Rezepten Weckgläser zum Einmachen benutzt, es klappt aber auch mit vielen gängigen Verschlußdosen aus Glas, wie zum Beispiel Gurkengläsern oder Würstchengläsern.

Die Gemüsezutaten werden klein geschnitten und dann gemeinsam in einen Topf gegeben, der mit 750 ml Wasser aufgefüllt wird. Bei mittlerer Hitze werden die Zutaten dann für ca. 25 min. im geschlossenen Kochtopf gegart.

…und anschließend püriert.
NUR DIE ZUTATEN!
Sonst gibt das eine riesige Matschepampe.
Wasser wird optional hinzugegeben bis eine geschmeidige, kartoffelbreiähnliche Masse erreicht ist.

Die Masse wird dann in das Einmachglas gefüllt und luftdicht verschlossen. Der Gummi sollte passend sein und auch die Ränder sollten absolut trocken sein beim Fixieren mit dem Clip.

Den Topf mindestens bis zur Hälfte mit Wasser füllen und das Wasser zum Kochen bringen. Den Deckel schließen und für mindestens 20 min. einkochen.

Mit Rezept zwei holt man sich einen Gaumenschmaus in den Vorratsschrank, denn Fisch wird meist sehr gerne gefressen. Lachs und Kartoffel sind auch für viele Allergiker geeignet.

Ich habe TK-Lachs gewählt, aber es funktioniert auch erstklassig mit einer abgepackten Barfportion, das habe ich ebenfalls schon ausprobiert, ist dann auch etwas günstiger für die Haushaltskasse.

Diesmal habe ich Schraubverschlüsse gewählt, die eignen sich auch besser wenn man das Hundefutter verschenken möchte.

Wie gehabt: alles außer den Walnüssen und dem Öl in einen Topf geben und mit 700 ml Wasser auffüllen.
Alles aufkochen und für 20 min. bei mittlerer Hitze garen.

Vor dem Pürieren der Zutaten werden die Walnüsse und das Lachsöl hinzugegeben. Auch habe ich noch die Schale eines Eies als Calciumquelle ergänzt.
Beim Mitbringsel nicht wichtig, aber für die Wochenendurlauber, gebe ich es mal so an, wie ich es gelernt habe.

Bei der Methode ohne „echtes“ Einmachglas ist es wichtig, dass der Verschluß knackt beim Öffnen. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, wechselt zu gängigen Einmachgläsern.
Die kosten tatsächlich nur 1,99 Euro.

Unser drittes Rezept enthält Innereien. Beim Barfen stehen diese unbedingt, aber nicht in allzu großen Mengen auf dem Speiseplan. Ihre Zubereitung stellte für mich früher immer die größte Überwindung dar.
Meist trifft man mit der Geschmacksrichtung auch hier voll ins Schwarze beim Hund, denn auch Innereien werden gerne gegessen.
Als Richtwert kann man von einmal pro Woche ausgehen. Für kleine Hunde sollten hier entsprechend kleine Einweckgläser genommen werden, um einer Überversorgung mit Vitamin A vorzubeugen.

Auch hier ist man mit TK-Ware sehr günstig dabei. Die Leber hatte ich frisch gekauft (0,78 Euro) und die Herzen gibt es im Tiefkühlfach nahezu jeden Supermarktes (in unserem Fall 1,49 Euro).

Selber kochen bzw. barfen ist tatsächlich meist günstiger als ein qualitativ hochwertiges Trockenfutter, möchte ich hier nebenbei noch erwähnen, falls jemand überlegt umzusteigen.

Bis auf die Rote Beete Rübe wird wieder alles in einen Topf gegeben und bei mittlerer Hitze für 20 min. mit 500 ml Wasser gegart.

Je nachdem wie groß die Süßkartoffel ist, muss ein wenig Wasser beim Pürieren zugegeben werden.

Hundefutter selbermachen

Die Rote Beete habe ich dann erst zum Schluß noch mitpüriert, damit das Futter nicht allzu rot wird.

Selbstgemachtes Hundefutter

Jetzt fehlt nur noch eines um den herkömmlichen Fertigprodukten den Rang abzulaufen, das Etikett…
Wer sich schon die ganze Zeit denkt

Wow was für süße Grafiken

…den freut es vielleicht zu hören, dass die von meiner Blogkollegin Mara gezeichnet wurden und sie diese und noch viele weitere (Hundetraining, Pflege, Hundesport, etc.) auf ihrem
Kreativ-Hundeblog Aram und Abra frei zum Download zur Verfügung stellt.
Wer sich also gerne etwas selbst gestalten möchte, schaut mal bei ihr vorbei…sie malt ganz bezaubernd und ich bedanke mich recht herzlich für die tollen Kleinode an künstlerischem Geschick.

Für die Faulen unter Euch 😉 , habe ich drei passende Etiketten gestaltet, die ihr Euch einfach ausdrucken könnt.

Hundefutter selbermachen

Download:
Fleisch-Gemüse-Mix
Lachs-Kartoffel-Mix
Innereien-Topf

Zum Abschluß möchte ich dir noch drei Empfehlungen zum Thema Hundefutter-Blogger an die Hand geben, denn es ist ja leider ein Thema das sehr polarisiert.

Sehr vernünftig und fachlich versiert, geht Anke Jobi auf ihrem Hundeernährungs-Blog CleenFeeding mit dem Thema um und ich verlinke mal zu einem meiner Lieblingsartikel von ihr: Wir sollten endlich aufhören Gott zu spielen, wenn es um Hundefutter geht.
Ein gesunder Hundeorganismus wird auch noch von vielen anderen Faktoren beeinflusst, Anke betrachtet ganzheitlich und das finde ich ganz wichtig bei der Entscheidung.
Außerdem findet ihr viele weitere Rezepte bei ihr und auch viele Ansätze die sie als zertifizierte Hundeernährungsberaterin verfolgt.

Sehr straight ist Rebecca von LesWauz wenn es um Hundefutter geht, denn sie schaut sich sehr genau an, was alles in den gängigen Hundefuttern enthalten ist und gibt das an ihre Leser leicht verdaulich weiter.
Auch wenn ich nicht immer d´accord gehe mit ihrer Meinung, ist LesWauz für mich ein Hundeernährungs-Blog, den man einfach kennen muss! In den industriell hergestellten Hundefuttern, sind nämlich leider auch im Jahre 2017 gruselige Sachen enthalten und ich konnte hier schon viele Aspekte neu bewerten durch ihre Ausführungen.

Gerne würde ich auch einen Blog aus dem Barfsegment empfehlen, auch wenn es für viele vielleicht ein wenig Überwindung kostet, mit dem rohen Fleisch zu hantieren.
Auf dem bekannten Barf-Blog Mashanga Burhani erfährt man wirklich ALLES Nötige was es zu dem Thema gibt und Nadine ist zudem noch Autorin, Dozentin und Kolumnisten. Dort ist man also sehr gut aufgehoben, mit sämtlichen Fragen zur Rohfütterung.

Ich persönlich arbeite schon seit Jahren mit den Erkenntnissen von Susanne Reinerth und ihrem Buch „Natural Dog Food“ und daraus sind auch meine obigen Ausführungen zu dem Thema.

Bei der Rohfütterung und auch beim selber kochen ist es nötig, Nahrungsergänzungen zuzufüttern, deswegen eignet sich unser selbstgemachtes Hundefutter NICHT für einen längeren Zeitraum, ohne dass wichtige Nährstoffe auf der Strecke bleiben. Gerade durch den Garvorgang gehen viele wichtige Stoffe und Vitamine verloren.

Hundefutter selber machen

Wer das beherzigt, hat mit den drei Rezepten zum „Hundefutter selber machen“ eine erstklassige Ergänzung im Vorratsschrank stehen, mit denen ich ganz viel Spaß wünsche. Sowohl beim Ausprobieren, als auch beim Anbieten.
Hier war die Freude riesig!

Hundefutter selber machen

Jedes Rezept ergibt zwei riesen große Einmachgläser an Hundefutter. Ein Pott reicht für einen Hund mit ca. 30 kg für ca. 3 Mahlzeiten, wenn man wie wir zweimal täglich füttert, also für 1,5 Tage.
Für kleinere Hunde ist die Futterration entsprechend anzupassen.
Nach dem Öffnen ist das Hundefutter noch für 2 Tage im Kühlschrank gut haltbar.

Noch ein Tip, der zwar logisch ist, aber ich möchte es noch erwähnen, falls Du vorher noch nie eingeweckt hast: Falls das Glas beim Öffnen nicht klickt, bzw. es sich nicht festgesaugt hat, bei den Weck-Druckgläsern….Finger weg und ein anderes Glas verwenden!
Der Inhalt ist mit Sicherheit nicht mehr genießbar!

Korrekt versiegelte Gläser kannst du ins Regal in die Speisekammer stellen oder an einen anderen kühlen, dunklen Ort. Beschrifte die Gläser noch mit dem Datum des Einweckens und freu dich über die Reserve, wenn du vergessen hast aufzutauen.
Sicherheitshalber würde ich sie nicht länger als ein halbes Jahr lagern, auch wenn ich sie persönlich länger aufbewahre.

Hundefutter selber machen

Über´s Teilen meiner Beiträge freue ich mich wie immer sehr…


Auf bald
Danni, Watson und Pflegegalga Mirtel

16 Comments

  1. Tolle Rezepte 🙂 Das erste mit Fenchel werde ich als erstes ausprobieren für unsere kleine Kellymaus.
    Eigentlich ist es Schade, dass ich nicht mehr selber für die Hunde koche. Die meisten Zutaten, die du erwähnst koche ich ja sowieso und ist meistens auch zu viel für 2 Personen. Daher könnte man einfach die Zutaten vor dem Kochen trennen und simultan (parallel) ohne Gewürze etc kochen. Ich denke, manchmal ist man einfach in diesem blöden Gewohnheitsschema drin – und da muss erst einmal so eine wie du daher kommen, um mich daran zu erinnern, dass es ja auch anders geht.

    1. Danke, Du…ich bin gerne Motivator *lach*…
      Aber irgendwie ist es auch so schade, gerade beim Einmachen. Solche alten Werte gehen immer mehr verloren hab´ ich manchmal das Gefühl…oder auch „sich Zeit nehmen“ wie Du schreibst.
      Freu mich, wenn dir der Beitrag gefällt und ich kenne noch Zwei, die sich freuen 😉 !
      LG von uns Dreien

  2. Wir kochen für Socke, weil sie krank ist. Jeden Tag ohne Ausnahme nach einem Ernährungsplan der TU München. Das geht eigentlich zu Hause mit einem großen Tiefkühler und viel Organisation und Disziplin sehr gut. Es ist oft anstrengend, weil es wirklich keine Alternativen gibt und nicht freiwillig ist.

    Für den nächsten Urlaub wollen wir für Socke das erste Mal Einwecken. Aber wir brauchen 5 Portionen pro 24 Stunden und ich glaube das wird eine ganz schöne Vorkocherei und vor allem Schlepperei. Wir werden berichten….

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    1. Hallo Sabine,
      oha, ja das wird was…da bin ich gespannt. Wir hatten damals auch einen großer TK.
      Für Flynn hatte ich ja auch gekocht und wenn ein Hund krank ist, würde ich persönlich auch immer aufs selber kochen zurückgreifen.
      Toll, dass die TU sowas anbietet, wusste ich garnicht. Ich hatte meine damals von Ernährungsberaterinnen erstellen lassen.
      Somit toller Tip, den Du hier gegeben hast.
      LG von uns

      1. Ich gebe zu, dass ich den ganzen Ernährungsberatern nicht ganz traue. Niemand von denen, die wir kontaktierten, wollte Kontakt mit dem Tierarzt für die Befunde und dergleichen. Unser Tierarzt hat uns dann nach München geschickt. Wir sind zufrieden, insbesondere da die letzten Blutuntersuchungen in Ordnung waren.

        Man muss immer unterscheiden, ob ich einen gesunden Hund gut ernähren will oder ob ein kranker Hund mit der richtigen Ernährung gesunden und am Leben erhalten werden muss. Sockes Amylasewerte sind ausschlißlich durch die Ernährung in den normalen Bereich gekommen. Und es ging hier wirklich um Leben oder Tod.

        Daher finde ich allgemeine Tipps immer sehr fragwürdig. Ist der Hund krank, dann mögen Tipps im Internet eine Ersthilfe sein, aber dann bedarf es professioneller Hilfe durch Ärzte pp.

        Niemand – der es nicht ist – sollte sich da zum Experten aufspielen und kein Hundehalter sollte Tipps von anderen Hundehaltern folgen. Selbst unsere Behandlung passt nur auf Socke und ist nicht für alle Magen – und Pankreaspatienten geeignet. Auch der Einsatz von Nährstoffen, Zusatzstoffen ist nicht unbedenklich. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einer Firma, die solche Nährstoffe herstellt. Unser Tierarzt wollte wissen, welche Inhaltsstoffe geanu darin sind, weil wir wissen wollten, ob wir es Socke verabreichen können.

        Von der Aussage Geschäftsgeheimnis bis hin, dass man es nicht wisse, da die natürlichen Inhaltsstoffe schwanken und variieren, je nachdem was auf dem Markt günstig zu bekommen ist, haben wir viel gehört.

        Sorry, ich schweif ab…..

        Die TU München errechnet den Bedarf des Hundes, stellt Ernährungspläne zur Verfügung und mischt für den Ernährungsplan, die Erkrankungen des Hundes eine persönliche Nährstofflösung, die zu einer bestimmten Fallnummer vergeben wird. Jährliche Blutuntersuchungen sind Pflicht, aber man bekommt auch viele gute Tipps im Rahmen der telefonischen Beratung. Wir haben sehr viel über das richtige Öl für Socke gelernt und das ist nicht das, was die meisten Hunde bekommen.

        Viele liebe Grüße
        Sabine mit Socke

        1. Immer wieder spannend so ein Einblick, ich kenn ja nur unsere Krankengeschichten.
          Das ist natürlich mehr als grenzwertig, dass da keine Krankenvorgeschichte erfragt wurde von den Ernährungsberatern. Meist hat man ja das Glück, dass Ernährungsberater auch THP sind, dann bekommt man den ganzheitlichen Blick. Traurig, dass ihr da so schlechte Erfahrungen machen musstet.
          Bei unseren Tierärzten wollte garkeine Hilfe übers Futter eingeräumt werden. Die gängigen „Diäten“ die man beim TA bekommt, wurden mit Entgiftungspunkten quittiert von Flynn und erst mit Hilfe einer Bioresonanz konnte ich einiges erfahren.
          Tierärzte stehen dem leider immer noch viel zu häufig kritisch gegenüber, was ich aber auch verstehe, denn es gehört viel dazu eine Barfration und erstrecht eine gekochte Ration ausgewogen auf den jeweiligen Hund anzupassen und da kann viel falsch gemacht werden.
          Das gleiche in der Erziehung…es gibt nunmal nur Individueen, kein Allheilmittel.
          Schön, dass ihr für Socke eine unterstützende Diät gefunden habt, das ist so viel wert…so etwas müsste viel stärker in den Fokus gerückt werden, WENN es denn mal funktioniert.
          Eine „spezielle Nährstofflösung“ hört sich sehr gut und zielgerichtet an, so muss das sein.
          Weiterhin alles Gute…habt ihr da nen Blogbeitrag dazu geschrieben?
          Falls ja, verlinke den gerne mal, sehr interessant find ich das!
          LG Danni

          1. Nein, es gibt keinen Beitrag dazu. Ich finde das aber sehr lieb von Dir.

            Ich habe zu wenig Ahnung von dem Thema im Allgemeinen und kann immer nur für Socke sprechen. Das möchte ich aber nicht bis ins Detail ausbreiten, weil ich Sorge habe, dass so mancher Leser dies einfach so übernehmen und ihrem Hund damit nichts Gutes tun würde. Die TU München haben wir natürlich auf unserem Blog erwähnt, aber nur im Zusammenhang mit Sockes Futter.

            Ich hoffe, dass Du verstehst, was ich meine.

            Viele liebe Grüße
            Sabine mit Socke

  3. Hi Danni!
    Toller Beitrag und sehr schöne Bilder.
    Ich koche für meine beiden Hunde, weil Lucy wegen der Leishmaniose nicht alles fassen darf, was so in normalem Futter drin ist. (und ich auch nicht so viel von dem meisten Fertigfutter halte)

    Ans Einwecken habe ich mich noch nie getraut, daher wird hier täglich irgendetwas gekocht.

    Ich habe schon oft mit dem Gedanken gespielt, Gemüse/Obst und so Dinge wie Kartoffeln, Reis und Nudeln in einem Topf zu kochen. Allerdings hat mir mal jemand gesagt, das gerade bei Reis und Nudeln eine Menge Stärke ins Kochwasser abgegeben wird, womit der Hund nichts anfangen kann. Deshalb schütte ich das Kochwasser von Kartoffeln/Reis weg, während ich Kochwasser von Gemüse und Fleisch mit füttere.

    Was meinst Du dazu?

    Liebe Grüße, Anja

    1. Hallo Anja,
      oh noch ein Patient für den gekocht werden muss 🙁
      Danke erstmal für deine lieben Worte!
      Bei mir wäre es gerade andersrum, ans Kochen auf Dauer hätte ich mich damals nie ohne Ernährungsberaterin getraut.
      Einwecken ist ja nur der Vorratsschritt, falls man aus welchen Gründen auch immer mal das Auftauen der Barfration vergessen hat.
      Insofern kann ich dir da schwer was raten, was die Stärke für deinen kranken Hund betrifft, da die Rezepte dafür nicht gemacht sind und allgemein gehalten sind.
      Bei Flynn damals, habe ich auch nur das Wasser der Gemüseportion verwendet, da hier ja leider sehr viele Nährstoffe durch den Garprozeß verloren gehen.
      Bei Kartoffeln wird ja kein Wasser benötigt zum Verfüttern, beim Reis ebensowenig. Das wird bei uns Menschen ja auch weggeschüttet.
      Nach dem Kochen habe ich also für Alles einfach nur einen Stampfer zum Zerkleinern genommen.
      Ich wünsche Euch Herzchen weiterhin alles Gute…auf dass die Ernährung die Leishmaniose-Auswirkungen ein wenig auffangen kann…
      Liebe Grüße
      Danni

  4. Soo…nun komme ich auch dazu zu kommentieren 😀

    Diesen Beitrag finde ich besonders gut, weil ich selber meine Hunde barfe. Da ich aber erst seit Kurzem dabei bin, kommt es noch hin und wieder vor, dass ich vergesse was aufzutauen und somit sprichst du mich mit dem Artikel genau an *lach*
    Ich werde es definitiv ausprobieren!! Vielen Dank für die Rezepte <3
    Liebe Grüße
    Tatii von den Hundehelden

    1. Hallo Tatii,
      hach das freut mich.
      Schön wenn ich mit einem Artikel voll ins Schwarze bei Jemandem treffe.
      Mir ging es damals haargenau wie dir und dafür sollen die Rezepte auch gedacht sein…
      Wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren und lieben Dank für deine warmen Worte!
      Ganz liebe Grüße
      Danni

  5. Hallo liebe Daniela,
    ich freue mich wirklich sehr, deinen Blog gefunden zu haben. Ich habe meinen Wuff auch jahrelang gebarft und finde deine Einstellung ganz toll, nicht gleich alles zu verteufeln, sei es Barfer oder TroFufütterer etc. Danke dafür 🙂
    Ich bin eigentlich hier gelandet, weil ich mich im Moment viel mit Einkochen beschäftige – zwar für mich, aber für den Hund fände ich auch aus deinen genannten Gründen ganz toll.
    Jetzt sehe ich aber -oh Schreck- du kochst ja alles mögliche mit Stärke und ganz normal im Wasserbad über recht kurze Zeit ein. Du sagtest ja, du hättest das mit deiner Mama so entwickelt. Hat die das auch schon so gemacht und ihr habt das nach Erfahrungswerten gemacht? Ich möchte das keineswegs schlecht reden, aber gerade im Englischsprachigen Netz findet man Warnhinweise, dass man Fleisch nur im Pressure Cooker einkochen soll, oder wenn man keinen hat, dann das Einkochen nach 24 Stunden wiederholen. Das sind dann aber so Zeiten wie 75 Minuten einkochen…. Stichwort Botulismus. Ist das für den Hund nicht relevant?
    Und wenn man „Gerichte“ einkocht, sollte man möglichst auch keine Stärke verwenden etc.
    Ich hoffe, du nimmst mir das Nachfragen jetzt nicht Übel, ich finde deine Idee wirklich supi und würde das gerne ohne Bauchschmerzen nachmachen, du scheinst dich ja sehr gut darin auszukennen!
    Liebe Grüße!

    1. Hallo Kiri,
      du gehörst offenbar auch zu den Leuten, die das mit den Lebensmitteln für ihren Hund (meiner Meinung nach) etwas zu überkritisch betrachten.
      Es geht hier um keine Dauerernährung, sondern um Vorratslagerung falls man mal vergisst aufzutauen.
      Nein, vor Botulismus habe ich allenfalls in Pfützen am Acker Sorge, aber nicht bei Fleisch, dass im Topf über 100° Grad durcherhitzt wurde und dann zum Nachgang noch für längere Zeit eingeweckt wurde. Falls dann überhaupt noch Nährstoffe, bzw. Keime enthalten sein sollten, dann bin ich jetzt kurz davor, die testen zu lassen, was jeder Sinnhaftigkeit entbehrt ;-).
      Ackerpfützen sind da weit dramatischer, lies mal rein, wenn dich das interessiert.
      Verstehe mich nicht falsch, ich habe am Anfang auch hochwissenschaftlich gebarft, über 10 Jahre lang, dann jahrelang Schonkost für meinen kranken Hund zubereitet.
      Beim Barfen sollte man auch auf all diese Aspekte Rücksicht nehmen und sie in den Wochenrationen miteinbeziehen, gerade was die Nahrungsergänzungen und die Nährstoffe betrifft.
      Aber die Zutaten wurden ingesamt fast 1 Stunde durchgegart, wo soll da der Botulismuskeim lauern?! Selbst der Aujezky-Virus im Schweinefleisch wird da inaktiviert bei der Gardauer und der Zeit.
      Wie ich weiter oben schon in einem Kommentar schrieb, habe ich lediglich püriert, kein Stärkewasser benutzt.
      Offenbar habe ich es aber im Text so missverständlich geschrieben, dass hier Klärungsbedarf besteht.

      Auf sowas kommt man garnicht, denn die Zutaten ergeben doch ohnehin schon einen ziemlichen Brei beim Pürieren. Dann noch das Wasser?

      Beim Einwecken muss
      a) entweder der Deckel „klack“ machen beim Öffnen, oder
      b) Anders als bei den Einmachgläsern mit Schraubverschluss oder Bügel, schließen die Weck-Einmachgläser erst während des Vorgangs des Einkochens. Vorher liegen Gummiring und Glasdeckel lose auf dem Glasrand auf.
      Aber das weist du ja, wenn Du einkochst, denke ich.
      Beziehungsweise dachte ich bis eben, dass das Allgemeinwissen ist.
      Danke für deine Einwürfe, da wäre ich nie drauf gekommen, dass das nicht verständlich ist.

      LG Danni

      1. Hey Danni!
        Tut mir Leid, wenn das für dich so blöd ‚rübergekommen ist 🙁 Ich habe das in keinster Weise böse gemeint!
        Ach naja, überkritisch würde ich mich jetzt nicht unbedingt sehen. Ich frage einfach lieber vorher, bevor ich etwas Neues ausprobiere. Bevor etwas schief geht – du kennst das bestimmt, manchmal schnappt man von hier und da was auf und möchte einfach sicher(er) sein, ob das, was man tut, gut für einen selbst oder den Wuff ist.
        Danke für den Link übrigens! Fand ich super interessant und ich muss gestehen, es erklärte einige Dinge, über die ich mir bisher noch nicht so viele Gedanken gemacht habe. Mein Herr B hatte als Welpe Giardien und von daher versuche ich, dass er nicht aus Pfützen/Teichen trinkt, aber gerade beim Toben passiert das schonmal – leider! Jetzt pass‘ ich noch besser auf 😉
        Das mit der Stärke – da hab ich mich wohl doof ausgedrückt. Ich meinte, dass du z.B. Kartoffeln einweckst, die ja stärkehaltig sind. Ich hatte im Hinterkopf, dass man auf stärkehaltige Lebensmittel beim EInkochen verzichten soll oder das eben unter Druck machen soll. Mir ist nur entfallen, warum genau…. Aber beim schnellen Googeln, ob man Kartoffeln einwecken kann, kam ein Ja heraus, wenn es auch Bedenken zu Konsistenz und Nährstoffgehalt gab. Also alles im grünen Bereich, tut mir Leid, wenn dich das verunsichert hat, ob das im Beitrag nicht klar genug war!
        Man liest eben oft im Internet, dass man stark eiweißhaltige Sachen wie Fleisch oder Pilze zweimal einkochen soll (oder unter Druck), damit wirklich alles tot ist, was uns Schaden könnte. Ob das jetzt over-the-top ist oder nicht, das möchte ich nicht beurteilen, ich hab ja kein Labor oderso 😀 Das Hunde da robuster sind als wir ist auch gut zu wissen.

        Meine Oma und meine Mama haben nie Gerichte eingekocht, immer nur Früchte. Das Grundprinzip kenn ich, nur manchmal bin ich mir einfach nicht ganz sicher 😉 Da frage ich lieber nach, gerade weil du so viel Liebe in deinen Blog steckst und das so gewissenhaft machst!
        Vielen lieben Dank für deine Antwort und für diesen tollen Blog, und euch beiden ein wundervolles Wochenende!

        1. Huhu,
          ach du, so Geschreibsel ist immer schwer zu interpretieren.
          Ich war dir wirklich dankbar, dass du das noch mal so explizit geschrieben hast, denn es ist immer besser da noch mal deutlicher darauf hinzuweisen.
          In Amerika ist es tatsächlich so, dass die da keine WECK-Gläser haben. Ich hatte nämlich auch nochmal geschaut, was da das Problem ist und offenbar wird dort rohes Fleisch eingemacht. Da hätte ich auch Bedenken.
          Wenn man einen Druckkochtopf hat, geht es dort natürlich ebenso und sogar schneller.
          Sorry, wenn das ein wenig schroff durch die Kommentarfunktion rüberkam, war auch von mir nicht so gemeint.
          Freu mich riesig, dass dir der Beitrag gefiel und hoffe ich konnte dir die Bedenken für dieses alte Kulturgut ein wenig nehmen.
          Herzliche Grüße
          Danni

    2. Wichtig beim Einkochen (ich kann nur von Einkochautomat bzw. Topf auf Herd reden) ist, sobald Fleisch im Spiel ist – IMMER – 120 Minuten bei 98/100 Grad einkochen (Zeit läuft erst ab erreichen der Temperatur)

      Ansonsten sehr schön und interessant geschrieben

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