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Ungewöhnliche Hundeberufe – der Pathogenspürhund

Daniela353 views
Pathogenspürhund

Pathogenspürhund – den gefährlichen Baumpilzen auf der Spur

Viele unserer Rassehunde wurden für einen ganz bestimmten Zweck gezüchtet und stehen dem Menschen so bereits seit mehreren Tausend Jahren zur Seite.
Hütehunde agieren als Helfer beim Hüten von Nutztieren, Jagdhunde bilden mit ihrem Jäger ein Team im Revier und Schutzhunderassen unterstützen ihren Partner im Außeneinsatz bei vielfältigen Aufgabengebieten.

Pathogenspürhunde
Auch MEINE Hunde gehören zu den Arbeitshunderassen, denn als Vorstehhunde wurden sie gezielt für die Arbeit am Federwild im Feldrevier gezüchtet.
Meine Setter besitzen, wie viele der Jagdhunderassen, jedoch noch eine weitere Rasseeigenschaft die sie für ihren ganz persönlichen Hundeberuf prädestinieren:
Sie wurden über Jahrzehnte auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Menschen selektiert und das macht sie zu perfekten Kollegen in (m)einem Spezialaufgabengebiet, das ich Dir heute gerne näher bringen möchte.

Watson (und bald auch Finlay) arbeiten mit mir als Pathogenspürhunde, denn von Beruf bin ich Sachverständige für Bäume und FLL-zertifizierte Baumkontrolleurin.

Was macht ein Pathogenspürhund?

…und was macht überhaupt eine Baumsachverständige?
Beide Berufe sind sehr selten, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Einer meiner Fachkollegen hat sich vom BR begleiten lassen und das Video zeigt es besser als ich es je in Worte fassen könnte, also schau dir Mäx und Hr. Wenisch im Video der Mediathek des BR mal an.

Quelle: BR Mediathek

So sieht das auch bei uns aus, wenn ich mit den Jungs los ziehe.
Bei uns gibt´s allerdings keine Lachscréme, sondern Kalbsleberwurst und natürlich wurde alles nur über positives Training etabliert.

2013 bildete ich meinen ersten Pathogenspürhund in Kooperation mit einer kompetenten Hundeschule und der Hundetrainerin meines Vertrauens hier vor Ort aus. Aufbauend auf den damaligen Kenntnissen, konnte ich Watson und Finlay ebenfalls in das außergewöhnliche Arbeitsfeld einführen.

Damals konnte ich mir kaum vorstellen, dass es klappt, aber das hat es.
Das wichtigste ist allerdings, dass das Mensch-Hund-Team zueinander passt und der Hund Spaß an der Arbeit und am Suchen hat.
Die Geruchsdifferenzierung lässt sich ganz leicht, auch für Dich und Deinen Hund zu Hause, mit vielfältigen Gerüchen trainieren.

Welche Baumpilze sind besonders gefährlich?

Mit der gefährlichste Pilz in der Baumkontrolle ist der sogenannte Brandkrustenpilz.
Alle anderen Baumpilze die relevant sind, sieht man auch das restliche Jahr über, oder es existieren andere Erkennungsmerkmale.
Das ist beim Brandkrustenpilz etwas anders, denn es ist ein wurzelbürtiger Pilz mit starker Zersetzungskraft bei einigen Baumarten.

Das tückische bei ihm ist, dass der Baum meist äußerlich kaum an Vitalität verliert bei einem Befall.
Das heißt, er zeigt weder am Blattverlust, noch an vermehrter Bildung von Totholz, dass er unterirdisch mit einem Pilz zu kämpfen hat.

Befallene Bäume können ganz plötzlich umfallen, ohne dass man als Laie etwas bemerkt.
Im öffentlichen Raum ist so etwas unbedingt zu verhindern.

Brandkrustenpilz

Am Stammfuß zeigt sich manchmal der unscheinbare Pilz in verkohlter Optik.
Im Mai/Juni hat man auch frische Fruchtkörper in hellgrau, aber den Rest des Jahres muss man wirklich sehr genau schauen, oder eben seinen Pathogenspürhund befragen.

Pathogenspürhund bei der Arbeit

Finlay darf demnächst auch den Schwefelporling an oberen Stammpartien erschnüffeln und ich hoffe ich konnte Dir einen kleinen Einblick in unser Spezialgebiet geben.

Pathogenspürhund

Falls sich übrigens jemand sorgt…die betreffenden Baumpilze sind nicht krankmachend für meine Hunde.
Pure Arbeitsfreude als Pathogenspürhund also…

Wir unterstützen mit unserer Reichweite

Dieser Artikel erscheint im Zuge der “Initiative für gewaltfreies Hundetraining”.
Meine liebe Blogkollegin Sunny Benett, hat mit der Aktion „Tausche TV Hundetrainer Ticket gegen Training“ eine Gute Sache ins Leben gerufen, um die Initiative weiter bekannt zu machen.

Diese länderübergreifende Aktion von Deutschland, Österreich und der Schweiz informiert, um über Gewalt im Hundetraining aufzuklären und das ist noch immer nötig, wenn ich mir die weiterhin hohen Einschaltquoten des Mexikaners ansehe.

Im obigen Link findest Du alle Artikel der Teilnehmer, sowie teilnehmende Hundeschulen und noch eine ganze Menge mehr an Informationen und ich hoffe sehr, dass die Initiative weiter ihre Kreise zieht.
Über´s Teilen dieses Artikels würde ich mich also sehr freuen, auch wenn Du (hoffentlich) kein Trainerticket zum Tauschen hast.
😉

Liebe Grüße von uns
Danni, Watson und Finlay

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