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Der Trick, den jede Frau mit ihrem Hund können sollte

Daniela12 comments2955 views

Ein Trick für den Alltag…
Alles Liebe von uns zum Weltfrauentag ♥ !

Am 08.03.2017 ist alljährlich Weltfrauentag oder ausgesprochen:
Internationaler Frauentag.

Die Vereinten Nationen ehren mit diesem Tag weltweit die Rechte der Frau. Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen.
Doch auch heute ist das Recht der Frauen auf Bildung, Selbstbestimmtheit und Gleichberechtigung noch oftmals in Schieflage.
Was im 21. Jahrhundert eigentlich schwer vorstellbar ist, wird jeden Tag und überall auf der Welt sichtbar und nicht selten mit Füßen getreten und dafür soll der Tag sensibilisieren.
Ein Ungleichgewicht bei Gehalt, Alltagsdiskriminierungen und auch Gewalt in all ihren Formen werden durch den Tag in den Mittelpunkt des Interesses der Welt gerückt und auch ich möchte dazu eine kleine Geste veröffentlichen, denn den ein oder anderen Punkt musste ich auch schon kennenlernen in meinem Leben.

Übergriffe im Alltag

Kürzlich las ich eine Auswertung zum Sicherheitsempfinden der Deutschen Frauen in der FAZ. Die angegebenen Zahlen ließen mich
a) erschreckt zurück
b) aber leider auch ein wenig Bestätigung in meinem persönlichen Gefühl finden

Mein persönliches Sicherheitsempfinden ist leider kein besonders hohes und dass ich als Kind viel zu häufig Aktenzeichen XY gesehen habe, begünstigt diesen Negativ-Fakt noch zusätzlich.

Ich begann also schon mit meinem allerersten Hund einen Trick zu üben, den ich bisher all meinen Hunden beigebracht habe, da man eben NIE wissen kann, wer einem mitten im Wald so begegnet oder in welche Situationen man auf offener Straße hineinläuft.

Trick: Auf Kommando bellen – „gib Laut“

Leider konnte ich mit mit diesem Trick noch keine Frau aus den Fängen eines pöbelnden (Ehe-)Mannes befreien – aber was nicht ist…

In der Rettungshundearbeit gehört der Trick zum Basisprogramm, denn ist z.B. Jemand verletzt und wurde vom Hund gefunden, muss dieser lautstark darauf aufmerksam machen und so seinen Ausbilder oder andere Menschen alarmieren.

Wer weiß, wozu dieser Trick für uns noch irgendwann gut ist – ich werde es weiter so halten, dass jeder meiner Jungs ihn lernen muss, denn es geht wirklich überhaupt nicht schwer ihn zu trainieren.
Für deinen Hund stellt es keine sonderliche Anstrengung dar und gehört zum artlichen Repertoire.
…und das „Frauchen“ fühlt sich gleich ein wenig sicherer.

Meine Hunde und „Kommando bellen“

Bei allen meinen Setter-Jungs konnte ich mir sicher sein, dass innerhalb des Spieles (zum Beispiel mit einem Ball oder einem Spieli) gebellt wurde und zwar immer dann wenn ich es provoziert habe, sprich den Gegenstand bewusst nicht rausgerückt habe. Setter sind von Natur aus nicht wirklich laute Hunde und den Belllaut herauszukitzeln, ist schon etwas schwieriger gewesen (s. Video Nr.2).
Doch mit Ungeduld kriegt man fast jeden 😉

Watson als Beispiel bellt höchst selten im Alltag und wenn, dann auch nicht aus voller Brust, das sieht man auch gut im Video. Knurren und Bellversuche ja, aber so ein tiefbrünstiger Beller, Fehlanzeige.
Flynn gehörte eher zum Kaliber „Höllenhund“ und mit ihm hätte man ganze Horden von Kriminellen vertreiben können.
Doch ich bleibe weiter zuversichtlich bei Watson, dass da noch ordentlich was kommt 😉

Trickaufbau: Auf Kommando bellen – „gib Laut“

Anleitung Teil 1

Als allererstes schaffen wir bewusst eine Situationen, in der dein Hund bellt.
Das ist absolut unabdingbar, um den Trick zu etablieren.

1. Nimm dein Lieblingsspielzeug und ein paar Leckerli bzw. eine Belohnung deiner Wahl …und zur Feier des Tages auch ein Goodie für Dich.

Auf Kommando bellen
2. halte deinem Hund das Spielzeug hin und ziehe ihn ein wenig damit auf, es ihm zu zeigen es aber nicht rauszurücken. Ich hüpfe auch gerne noch in Rumpelstielzchenmanier vor Watson herum und mache körpersprachliche Spielaufforderungen…

3. irgendwann kommt der Punkt an dem dein Hund vor Ungeduld, Entrüstung (oder was auch immer er dabei empfindet wenn du sein Lieblingsspieli nicht rausrückst)
anfängt zu bellen. Genau diesen Moment verstärkst du positiv. Falls du klickerst gerne damit oder falls dein Hund lieber gestreichelt und in höchsten Tönen gelobt wird auch das. Wir verwenden Leckerli…
Bellen-Leckerli, Bellen-Leckerli…Ein paar mal am Tag 10 Übungen und nach ein paar Tagen hat dein Hund die Verknüpfung verinnerlicht, dass auf das Bellen eine Art der Belohnung folgt.

Auf Kommando bellen

Anleitung Teil 2

Nachdem du fleißig geübt hast, geht es daran ein Kommando einzuführen. Wir nehmen „Gib Laut“.
Das heißt für den Trick, in genau dem Moment des Bellens deines Hundes verstärkst du mit dem Leckerli und führst zusätzlich noch ein Handzeichen und ein Kommando ein (wir haben eine schnappende Krokodilhand).
Bellen-Leckerli-Kommando-Handzeichen, Bellen-Leckerli-Kommando-Handzeichen

Hunde lernen visuelle Kommandos schneller als verbale, verhaspele dich aber hier nicht. Der Mensch ist hier ebenso gefordert, denn du musst genau im richtigen Moment belohnen, sprechen und das Handsignal koordinieren.

Wichtig dabei: in dem Moment des Bellens, gleichzeitig das Handsignal und das Kommando anbringen

Anleitung Teil 3

Die nächste Stufe ist, deinen Hund dazu zu bewegen, nur auf das Handzeichen zu bellen.
Das macht insoweit auch Sinn für unseren Trick, denn in prenzligen Situationen sollte dein Hund auch alleine auf das Handsignal reagieren.

  1. verknüpfe das Bellen mit Kommando UND Handsignal

Hast du bereits einige Tage mit dem Bellen, nebst Lob, Kommando und Handsignal trainiert, kannst du versuchen nur das Handsignal zu geben.

2. versuche es nur mit dem Handsignal

Klappt es: Herzlichen Glückwunsch
Klappt es nicht: festige Teil 1 und 2 für ein paar weitere Tage

So, ich hoffe du hattest ein wenig Spaß an unserer Mini-Video-Sequenz und Lust darauf bekommen, diesen einfachen Trick zu üben.
Auf Kommando bellen festigt sowohl die Bindung und ist auch total süß, wenn man Jemandem zum Geburtstag gratulieren möchte oder ein „Hallo“ durchs Netz senden möchte.
In diesem Sinne…

Liebe Grüße von uns
Danni ♥ Watson

12 Comments

    1. Huhu,
      oh wie lieb, Du!
      An deinen Charme beim Dreh werd ich nicht rankommen, aber ich hab´ nur 1-2 Versuche gebraucht, da war ich echt happy…vor allem weil man ja beim Alleindreh immer um das Stativ rumhechten muss *lach*.
      Bin schon sehr gespannt auf deine Videos 🙂

      GLG Danni

  1. Hallo, das macht ihr echt toll. Das Kommando BELL habe ich Lady auch beigebracht. Er gefällt mir sehr gut, aber meine Hündin nutzt es ab und zu mal aus. Sie glaubt wenn sie bellt gibt es ein Leckerli–hihi—so leicht geht es dann wieder doch nicht. War auch ganz easy zum beibringen. .. Ich wünsche allen anderen viel Spaß beim Lernen. LG Claudia&Lady

    1. Hallo Claudia,
      ja die ollen Taktiker unter den Hunden;-)…
      Das gleiche macht Watson mit der Türklingel für Hunde die ich hier für Durchfallnotfälle angebracht habe.
      Da wird auch öfter mal gebimmelt wenn der Herr denkt er will mal im Garten ne Runde drehen.
      Danke auch für deine lieben Worte und liebe Grüße auch an Lady
      Danni

  2. Der Inuki kann auch laut geben. Ich hoffe nur, dass wir es nicht brauchen werden um uns zu schützen oder hilfe zu mobilisieren.

    Liebste Grüße
    Dani mit Inuki und Skadi

    1. Toll, dass Inuki das auch kann.
      Finde es hilfreich, aber wie du schon sagst, hoffen wir, dass wir es nie brauchen.
      Herzliche Grüße
      Danni

  3. Das hört sich in der Tat nach einem Trick an, der nützlich sein könnte. Leider ist das einzige, was Genki zum Bellen bekommt, andere bellende Hunde oder Hunde, die er nicht mag. Bei uns scheitert es also leider schon am ersten Schritt der Übung. In den ersgen 2 Jahren, als er noch keine Probleme mit anderen Hunden hatte, habe ich ihn nie bellen gehört, so dass ich zwischenzeitlich meine Zweifel hatte, ob er es überhaupt kann.

    1. Das was sich andere Besitzer wünschen, haben wir also daheim sitzen…schweigsame Hunde :-).
      Bei Genki & Momo hätte ich großen Respekt erstmal rein wegen der Optik, bei Watson bin ich mir da nicht immer so sicher, was das Gegenüber denkt.
      Hoffen wir also mal, dass wir den Trick beide nie brauchen werden.
      GLG
      Danni

  4. Schon schade das man in so einer Welt leben muss! Ich bin selbst ein Mann und schäme mich für meine Geschlechtsgenossen die Ihre sexuellen Gelüste nicht im Zaum halten können. Ich würde sogar so weit gehen den Hund nicht aufs Bellen zu trainieren sondern aufs in den schritt beißen!! Aber leider wird dann eher der Hund bestraft als der Mensch. Warum können Menschen nicht einfach in Frieden und Harmonie zusammen leben?

    Trotzdem ein toller Bericht! Passt auf euch auf und viel Spaß!

    Bernd

    1. Hallo Bernd,
      ja, da hast du leider Recht 🙁
      Für „Deinen“ Trick fehlt meinen Settern die sogenannte Mannschärfe (allein schon der Begriff ist maskulin belegt merk ich gerade), aber befürworten kann man das in einigen Fällen sicher *lach*.
      GLG Danni

    1. Hey Du!
      Ach, das freut mich ja dolle!
      Mir wurde mal gesagt ich hüpf rum wie ein verrücktes Eichhörnchen.
      Würde mich geehrt fühlen, wenn ihr zwei den Trick mal zeigt.
      Ganz liebe Grüße
      Danni

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